Februar 2026: Nachrichten aus Hebron

Derzeit befindet unser Freund D. aus Hamburg als Protective Presence in Issas-Haus/ dem Sumud-Zentrum in Hebron. Er berichtet (Sa. 14. Februar):

„Zunächst ein gemütliches Frühstück mit Issa Amro […] und ein erstes Gespräch über seine Arbeit hier vor Ort und die Herausforderungen. […]
Dann Zitronen vom eigenen Baum pflücken, danach ein böser Siedler auf dem Pferd, der aus dem Nichts auftauchte und Drohungen ausstieß, und dann ein Stromausfall am späteren Nachmittag, als ich alleine im Haus war. Soweit so ruhig, dazu gemütliches Lesen und Teetrinken. Auf einmal fliegen faustgroße Steine aufs Gelände und in meine Richtung – ich sitze relativ geschützt und packe erst mal das Laptop weg und versuche dann zu entdecken, wer das ist. Überraschung, derselbe junge Mann von der Mittagszeit. Direkt daneben spielen Kinder und beobachten, während der Soldat im Wachhaus hinter dem Anwesen und vor dem Siedlerhaus „nichts hört und sieht“, wie er später behauptet. Das ist alles im Abstand von 10-20 m! Naja, das ist wohl ein eher harmloser Zwischenfall und dennoch zeigt Issa auch diesen sofort bei der Polizei an, als er später nachhause kommt, damit es zumindest aktenkundig wird […]. Wir bleiben noch eine Weile auf, aber mit Strom und Ruhe draußen ist jetzt erst mal Feierabend.“

Cat-Content:

Auch Adam, dem schwarze Hauskater des Sumud-Zentrums, geht es gut. Er schmust mit D., welcher uns dieses Bild von ihm schickt:

Aber seine rothaarige Schwester, „Lilith“ oder auch „Lilly“ genannt, wurde leider von Siedlern gekidnappt. Die Katzen haben ja ihre eigene Welt und wechseln zwischen Siedlern und Palästinensern hin und her. Doch wenn sie von den Siedlern, Soldaten oder Siedlerkindern als „palästinenensisch“ gelesen werden, dann werden sie halt „gekidnappt“ – was vermutlich ein Euphemismus für … ist 🙁

Lilly: Wir bewahren dich im Herzen!