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Reiseblog des Sabbathjahres 2025/26

für den Schnelleinstieg: Auch die zweite Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Die Reihenfolge der Beiträge ist umgekehrt chronologisch gewählt, so dass die jüngsten Beiträge stets oben erscheinen.

Freunde unseres Blogs können sich so schnell(er) über jüngste Ereignisse informieren; für Lesende, die alle Begebenheiten gerne in der „richtigen“ Reihenfolge lesen, empfehlen wir ganz vorne anzufangen und am Ende eines Beitrags jeweils WEITER zum nächsten vorzugehen.

Eilige finden in der Liste schnell zu den jüngsten Beiträgen:

Gedanken im Vorfeld einer Großen Reise

Wenn man an eine Große Reise denkt, so denkt man zunächst auch an eine möglichst weite Reise: „Einmal um die Welt“, „Quer durch Afrika“ oder „Von Paris nach Peking“. So auch wir!

Doch beim Lesen entsprechender Reiseberichte und im Gespräch mit Menschen, die solche Reisen gemacht hatten, fiel uns auf: Die einzigen anderen Menschen, die sie wirklich kennen gelernt hatten, waren meist andere Globertrotter. Und die einzige Kultur, auf die sie sich wirklich eingelassen hatten, war die der Globetrotter. Einheimische waren in diesen Erzählungen meist korrupte Zöllner, hilfreiche Lkw-Fahrer oder gastfreundliche Dorfbewohner. Orte und Menschen waren nur pitoreske Kulisse, die aber irgendwie austauschbar blieb.

Wer zu viel sehen will, sieht gar nichts

Wir wollen uns nicht zu viel vornehmen, denn ein Jahr ist auch irgendwann zu Ende. Und durch die Gegend zu jagen, ohne die Zeit zu haben, sich auf Menschen und Länder einzulassen, ist nicht der Sinn dieser Reise / unserer Reisen.

So reisen wir nun im Geiste einer „Grand Tour“ oder „Kavalierstour“ des 18. Jahrhunderts:
Adelige junge Männer machten sich damals auf den Weg, um in den damaligen Kulturhauptstädten Europas, Bildung und Weltgewandtheit zu erlangen. Wer damals viel Zeit und Geld hatte, fuhr bis Rom oder Jerusalem und kehrte als gebildeter Mann in seine Heimat zurück.

Ein Jahr haben wir Zeit. Michel will auf den Olymp, bina unbedingt den Vatikan sehen. Zypern darf auf unserer Reise nicht fehlen. Wir wollen bis nach Jerusalem. Schön wäre es, bis Ägypten und Jordanien weiterzufahren. Aber das werden wir im Laufe der Fahrt entscheiden.

Drei Leitlinien haben wir auf unserer Fahrt:

  1. Wir wollen uns mit Menschen und Ländern einlassen.
  2. Wir sind risikofreudig, aber nicht wahnsinnig.
  3. Wir wollen „mit leichter Hand das Schaf wegführen.“

Dieser dritte Rat stammt aus den 36 Strategemen von Tan Daoji und meint, sich bietende Gelegenheiten beim Schopfe zu packen. Wir werden also rücksichtslos unsere Reisepläne umwerfen, wenn wir auf interessante Menschen oder Situationen treffen.

Unser Reisegefährt(e) ist ein VW-Bus T4 Hochdach, mit Westfalia-Ausbau und den Spitznamen „Bulli“ oder „Wanderschnecke“.

(Ja, wir empfinden unser Gefährt als Gefährten.)

In regelmäßig unregelmäßgen Abständen werden wir hier berichten, was wir so erleben.

Beiträge von Michel sind mit Groß- und Kleinschreibung und „normal“.
beiträge von bina sind in kleinschreibung und „kursiv“.

Viel Spaß beim Lesen!

Michel & bina