Ab in den Süden!

4. febr. – 7.febr. 26

aber was heißt das hier schon.
einmal hingespuckt und man ist am checkpoint metehan, den man im gegensatz zu den checkpoints ledrastreet und ledra-palace auch mit dem auto passieren kann.
am türkischen teil müssen wir lediglich klären, daß wir über girne ende februar ausreisen werden und die griechische beamtin wundert sich nur über den anderen reisepass von michel, ansonsten haben wir auch dort keine schwierigkeiten.

Ich war im September ja mit meinem anderen Reisepass auf der Insel unterwegs. Personen mit doppelten Reisepässen bringen Zöllner und Polizisten offensichtlich regelmäßig durcheinander.

wir halten uns nicht lange auf und fahren direkt nach limassol.
auch hier: autochaos ohne ende, denn wir sind mittendrin im feierabendverkehr.
und auch diese stadt hat einen bauboom erlebt und erlebt ihn auch noch. es ist unfassbar.
oft sind die bauten noch nicht fertig, oder es fehlt noch ein anbau, ein stockwerk…
viele häuser oder wohntürme wurde von russen gebaut, die sich damit einen zypriotischen pass erworben haben. denn wer 2 mio. Euro investiert, bekommt den obendrauf.

Im Volksmund wird die Stadt auch „Limassolgrad“ genannt. Viele Russen, die entweder vor der Einberufung in die russische Armee fliehen oder ihren Lebensstandard und -Stil vor den gegen Russland verhängten Sanktionen bewahren wollen, leben in der Stadt. – Weil die EU entsprechend Druck gemacht hat, gibt es inzwischen übrigens keine zypriotische Staatsbürgerschaft mehr für jeden russischen Oligarchen, der 2 Millionen Euro in zypriotische Immobilien investiert.

erstaunlicherweise ist aber der kleine strandabschnitt noch für autos freigegeben, auf dem wir beim letzten mal schon standen. und wir haben mal wieder besten platz, den wir uns denken können.

ja, es ist warm genug zum barfuß laufen!

man kann auch schon ein wenig die füße ins wasser halten.
am nächsten vormittag machen wir eine kleine tour durch die altstadt, die eigentlich so alt nicht ist. aber es gibt nette kleine gassen, ein souvenir-laden nach dem nächsten und einen leider englischen pub, der aber mit lustigen aufstellern aufwartet:

wir nutzen noch schnell das internet der touristen-info und bleiben den tag am bulli.
tatsächlich finden wir limassol an sich unspannend.
aber die stadt scheint ziemlich weit vorne zu sein, was behindertengerechte infrastruktur angeht:

und ja, am hafen stehen schon die ersten figuren für den karneval, auf den wir uns wirklich freuen. wir werden wohl einen tag eher anreisen, damit uns der wunderbare stellplatz noch platz bietet. aber wir beschließen, gleich am nächsten morgen weiter nach pissouri zu fahren, wo wir eine wanderung entlang der spektakulären klippen machen wollen.

schon irland oder noch zypern?

es sieht streckenweise wirklich aus wie auf den klippen irlands. nur eindeutig wärmer und nicht so windig. wobei für diese jahreszeit schon viele leute unterwegs sind. doch das sind auch viele einheimische auf einem ausflug.

schöne blumen und pflanzen gibt es hier:

und als abschluß was zünftiges:

bier des monats…

die nacht verbringen wir in pissouri gegenübr der bar und frühstücken an der schicken strandpromenade.
reiche engländer führen ihre hündchen aus, manchmal zu fein um den beiden schlumpfig aussehenden fremden guten tag zu sagen.
immerhin finde ich einen perfekt ovalen stein, der aussieht, als wäre er mit der hand bearbeitet. zu was meer, wasser und wellen so in der lage sind!

wir verzichten auf die weiterfahrt nach pafos, sondern fahren zurück.
hinauf in die berge des trodos. schon wieder wandern! ich freue mich aber auch auf einen stellplatz in der wildnis. wo wir keine vorhänge brauchen, sondern gleich beim aufwachen den himmel sehen und mit freier sicht im bett frühstücken können.